Religiöse Verfolgung |
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Pöbelherrschaft dauert anDas Versäumnis der georgischen Behörden, die Angreifer der Zeugen Jehovas zu verurteilen, führte dazu, dass die Zeugen Zielscheibe weiterer Verfolgung wurden. So stürmte der ehemalige orthodoxe Geistliche Basil Mkalawischwili am 22. Januar 2001 mit seinem Pöbel in eine religiöse Zusammenkunft, zu der 70 Zeugen im Tifliser Bezirk Swanetis Ubani zusammengekommen waren. Die Angreifer schlugen die Zeugen, traten sie und versetzten ihnen Hiebe mit Holz- und Eisenkreuzen. Einer von ihnen schlug einem Zeugen ein großes Holzkreuz so heftig auf den Kopf, dass der Querbalken abbrach. Einige Zeugen wurden in einen dunklen Raum geschleppt, wo sie von mehreren Angreifern verprügelt wurden. Betagte Zeugen zwang man zum Spießrutenlaufen und schlug dabei mit Fäusten und Kreuzen auf sie ein. Zwei erwachsene Männer verfolgten einen 14-Jährigen und malträtierten den hilflosen Jungen dann mit Fäusten und Füßen. Ein 30-jähriger Angreifer fiel über einen 12-jährigen Jungen her und schlug dem Kind eine wuchtige georgische Bibel auf den Kopf. In der Zwischenzeit rannte ein Zeuge ins Freie, um die Polizei zu rufen, doch er wurde gefasst. Der Pöbel schlug ihn so lange ins Gesicht, bis sein Mund voller Blut war und er sich erbrechen musste. Schließlich zerstreute sich der Mob. Die Täter sind bis heute noch nicht bestraft worden. Ein weiterer Vorfall ereignete sich am 30. April 2001, als Mkalawischwilis Gefolge eine religiöse Zusammenkunft der gleichen Gemeinde der Zeugen Jehovas sprengte. Die Angreifer schleppten die Zeugen ins Freie und schlugen mit Stöcken voller Nägel auf sie ein. Die Nägel zerfetzten einem Zeugen namens Tamas den rechten Arm, die linke Hand, den linken Fuß und die linke Wange. Außerdem musste eine tiefe Wunde an Tamas’ Kopf mit fünf Stichen genäht werden. Die Randalierer plünderten auch das Haus, in dem die Zusammenkunft stattfand, zertrümmerten Möbel, elektrische Geräte und sämtliche Fenster. Anschließend zündeten sie ein großes Feuer an und verbrannten Veröffentlichungen der Zeugen Jehovas. Am 7. Juni 2001 bat die Organisation Human Rights Watch den georgischen Innenminister Kacha Targamadse und den georgischen Generalstaatsanwalt Gia Meparischwili offiziell um Auskunft darüber, was getan worden sei, um die Verantwortlichen dieses Überfalls und auch die früherer Angriffe zur Rechenschaft zu ziehen. Bisher ist keiner der Angreifer strafrechtlich belangt worden. |
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| Erschien im Erwachet! vom 22. Januar 2002 |
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