![]() |
Eine gesicherte, |
|
In dieser Reihe:
Verwandte Themen: |
Arbeitsplatzsicherheit
|
||||
Moderne Technik |
Moderne Technik, die ja eigentlich das Leben vereinfachen und Arbeitsabläufe optimieren soll, hat mitunter den Druck am Arbeitsplatz noch erhöht. Computer, Faxgeräte und Internet zum Beispiel ermöglichen es den Mitarbeitern, sich nach Feierabend noch Arbeit mit nach Hause zu nehmen, sodass Büro und Zuhause nicht mehr klar voneinander abgegrenzt sind. Ein Angestellter verglich seinen Firmenpager und sein Handy mit einer unsichtbaren Leine, an der sein Chef ihn festhalte.
Viele ältere Menschen sorgen sich zunehmend, allzu früh zum alten Eisen gezählt zu werden, weil sich die Wirtschafts- und Arbeitswelt so rasant verändert. Der ehemalige Menschenrechtskommissar Chris Sidoti sagte dazu: „Offenbar gibt es das Klischee, mit Computern und moderner Technologie könne nur zurechtkommen, wer noch keine 40 sei.“ Entsprechend gelten heutzutage viele gute Mitarbeiter schon zu einem Zeitpunkt als überaltert, den man früher als Zenit ihrer Schaffenskraft angesehen hätte. Ist das nicht traurig?
Da überrascht es nicht, wenn die früher übliche Arbeitsmoral und Firmentreue in den letzten Jahren erschüttert worden sind. „Werfen Unternehmen ihre Mitarbeiter bei der leisesten Erschütterung des Aktienmarktes über Bord, geht die Firmentreue verloren“, schrieb die französische Zeitschrift Libération. „Natürlich muss man arbeiten, aber nicht für die Firma, sondern für sich selbst.“
Auch wenn derlei Probleme überhand nehmen, ändert das nichts daran, dass Arbeit ein grundlegendes menschliches Bedürfnis ist. Aber wie kann man in der heutigen schnelllebigen Zeit eine ausgewogene Ansicht über die Berufstätigkeit erlangen und sich gleichzeitig das Gefühl bewahren, eine befriedigende und gesicherte Arbeit zu haben?
Erschien im Wachtturm vom 1. Februar 2003 |